.

.

.

Amphibien

Ein Spiegelbild vom Zustand der Erde ...?

Private Webseite - So war es Stand 2010 - Alle Angaben ohne Gewähr! - Impressum | Datenschutz

.

Foto: Vorkommen Amphibie, Bild vom Frosch: Oktober 2007

.

Amphibie - ein aus dem Griechischem amphi bios abgeleitetes Wort mit der Bedeutung von

"doppellebig" / "zweifach Leben". Das heißt, diese Tiere können sowohl im Süßwasser als auch

an Land leben. Amphibien gelten als die ersten Wirbeltiere und besitzen im Gegensatz zu

den Reptilien keine Schuppen, sondern eine feuchte, nackte und drüsenreiche Haut.

Aus diesem Grund sind sie ein Leben lang an Feuchtbiotope gebunden und

müssen zur Reproduktion immer ins Wasser zurückzukehren.

.

.

.Diese wechselwarmen Tiere sind maßgebend von der Temperatur ihrer Umgebung

abhängig, so daß die kalte Jahreszeit sie zum "Winterschlaf" zwingt. Die Amphibien Arten

sind, bis auf einige Ausnahmen, eierlegend und leben als Larven mit Kiemen im Süßwasser.

Später entwickelt sich erst ihre Lunge und sie können an Land leben (Metamorphose).

.

Arten Lurche ...: sogn. Kaulquappe, Bild & Foto von einer Kaulquappe: Mai 2005

.

Ihre Entwicklungsgeschichte soll sich vor etwa 410 bis 360 Millionen Jahren vollzogen haben. Als die

Vorfahren der heutigen Amphibien Vorkommen vermutet man die Lungenfische (Lungenfische haben

sowohl Kiemen als auch lungenähnliche Organe, so daß sie Sauerstoff auch aus der Luft aufnehmen

können) und die Quastenflosser. Ein wesentliches Kennzeichen der Quastenflosser als auch

der Lungenfische ist das teilweise verknöcherte und mit Muskulatur

versehene Skelett der Brust- und Bauchflossen.

.

.

Damit konnten sie auch an Land leben und sich fortbewegen. Betrachtet man Ihre heutige

Metarmophose, so könnte dies ein Zeitraffer in der langen Entstehungsgeschichte der

Amphibien Arten sein. Einer der ältesten uns bekannten Vertreter ist Ichthyostega.

Ein zusammengesetztes, aus dem Griechischen stammendes Wort mit der

Ableitung Icht hys = "Fisch" und Stega = "Dach, Schädel". Sie waren die

ersten Vierfüßer (Tetrapode), die zeitweise auf dem Land leben konnten.

Ihre Überreste, mit einem geschätzten Alter von 380 Mio. Jahren,

wurden auf Grönland gefunden und gelten

als die ältesten dieser Art.

.

Vorkommen: Amphibien heute, Foto & Bild von einer Amphibie: ein Frosch im Oktober 2007

.

Zur Gruppe der heutigen Amphibien gehören die Froschlurche, die Schwanzlurche und die Blindwühlen.

Weltweit spricht man von ca. 5000 - 5500 Amphibien - Arten, wovon 21 in Deutschland leben.

.

Zu den einheimischen Amphibien

bzw. Lurche zählt man:

.

- Salamander

(Alpensalamander, Feuersalamander),

.

- Molche

(Bergmolch, Kammolch, Alpen-Kammolch, Fadenmolch, Teichmolch)

.

- Unken

(Rotbauchunke, Gelbbauchunke)

.

- Kröten

(Geburtshelferkröte, Knoblauchkröte, Erdkröte, Kreutzkröte, Wechselkröte)

.

- Frösche

(Laubfrosch, Moorfrosch, Grasfrosch, Springfrosch, Wasserfroschkomplex,

Teichfrosch, Seefrosch, Kleiner Wasserfrosch)

..

Arten Schutz: naturbelassener Nahrungs- & Lebensraum für Amphibien & Lurche

- ein Refugium u.a. für Frösche und Molche …, Bild: Deutschland, September 2007 -

.

Wie schon erwähnt, sind diese Tiere, aufgrund ihrer besonderen Haut und ihrer Laichgewohnheiten,

ein Leben lang an Feuchtbiotope gebunden. Das Resultat ist eine vollkommene Abhängigkeit

von diesem Nahrungs- & Lebensraum und führt heute zu ihrer Lebensbedrohung.

.

Nahrung & Schutz: Feuchtbiotop für Amphibien & Lurche (z.B. Molche) am Naturlehrpfad

bei Conradswiese Lauter / Sachsen, Bild & Foto: April 2005

.

Bekannte Töne einer heimischen Amphibie

.

Töne vom Frosch:..

.

Im Jahr 1989 sprachen Forscher erstmals vom "globalen Froschsterben". Die IUCN

gründete 1991 eine Dokumentationsplattform mit wissenschaftlichen Daten

und eventuellen Gründen des Amphibiensterbens. Seit 1996 deutet

sich ein Massensterben unter allen Froscharten an.

.

Amphibien bzw. Lurche: heimischer Frosch (links) & heimischer Molch (rechts)

Bild von Frosch und Molche: Oktober 2007

.

So vermuten die Forscher zum Einen die sehr hohen

Umweltbelastungen durch viel zu intensive Landwirtschaft,

Flächenfraß bei der Gewerbebebauung, weit ausgebaute

Straßennetze usw. Aber auch die hohen Ozonwerte,

Naturkatastrophen (extreme Trockenheit) oder

eventuell eingeschleppte Krankheiten

könnten die Ursache sein.

.

.

In Deutschland wurden bereits 1980 alle Amphibien - Arten in die Bundesartenschutzverordnung

aufgenommen und genießen seither besonderen Schutz. Darin ist es z.B. verboten, ihren Laich aus

Gewässern zu entnehmen bzw. diese Tiere umzusiedeln. Laut "Roter Liste" (Liste gefährdeter

Tier- und Pflanzenarten) zeigt sich ein bedrohliches Bild. So soll ein Großteil aller in

Deutschland lebenden Amphibien als gefährdet eingestuft werden.

.

Foto: Vorkommen heimische Lurche bzw. Amphibien ..., Bild (l): Entwicklung Frosch … (2010),

Foto (r) Entwicklung Molche … (2008)

.

Besonders davon betroffen ist u.a. die Gelbbauchunke. Durch ihre enge Gewässerbindung

leiden diese Tiere besonders am Verschwinden der Bäche, Teiche, Pfützen

und Wasserlachen. Aber auch der Einsatz von Dünge- und

Pflanzenschutzmitteln schmälert ihren Bestand.

.

Amphibienschutz

Wären nicht zahlreiche Naturschützer und ehrenamtliche Helfer Jahr für Jahr im Einsatz, gäbe es das

eine oder andere lokale Amphibien-Vorkommen nicht mehr. Ein Beispiel für den Amphibienschutz

ist das Anbringen von Amphibienwanderwegen oder Fangzäunen an Straßen. Dadurch werden

die Tiere aufgehalten und freiwillige Helfer können nach Einbruch der Dämmerung

diese einsammeln und sicher über die Straße bringen.

.

Bild: Amphibien Schutz … an einer Straße in Deutschland, Foto: 2008

.

Im August 2003 wurde die Amphibienschutzanlage an der stark befahrenen

Schönerlinder Chaussee (Berlin-Buch) eingeweiht. Auf einer Länge von

zweimal 675 m und mit 15 Untertunnelungen werden hier jährlich

zahlreiche Amphibien vor dem sicheren Straßentod gerettet.

.

.

Aber auch Amphibienschutz durch das Anlegen und Schützen von Laichgewässern,

die Reduzierung der Pflanzenschutz- und Düngemittel, eine regulierte Beweidung

in Überflutungsgebieten und die Einrichtung von Schutzgebieten wie z.B.

die "Sand-Achse Franken"- ein ehemaliger Truppenübungsplatz nahe

Landshut - helfen, diese Arten vor dem Aussterben zu retten.

.

Der Schutz der Amphibien sollte nicht verachtet werden. Neben der Arterhaltung

spielen sie auch im Ökosystem eine bedeutende Rolle. So regulieren

sie die Insektenpopulation und das Algenwachstum und sind

ein Spiegelbild für den Zustand unserer Natur.

.

Impressum

.

.

Zurück nach oben [Amphibien | Lurche]